Parodontologie
Behandlung von Zahnfleischentzündungen
Schönes und gesundes Zahnfleisch weist eine zartrosa Farbe auf. Es umgibt arkadenförmig mit einem harmonischen Verlauf fest die Zähne und stellt mit den übrigen Strukturen des Zahnhalteapparates das tragfähige Fundament dar. Zu einem bezaubernden Lächeln gehören nicht nur wohlgeformte Zähne, sondern auch strammes und gesundes Zahnfleisch.Eine Entzündung - was mach ich dann?
Ist Ihr Zahnhalteapparat entzündet, so entfernt der Zahnarzt gründlich alle schädlichen Ablagerungen auf Ihren Zähnen, der Wurzeloberfläche und in den Taschen. Bei bestimmten schwerwiegenderen Entzündungen des Zahnhalteapparats werden die Bakterien genau untersucht, um besonders aggressive Krankheitserreger zu identifizieren. Der Zahnarzt kann dann eine spezielle lokale Therapie anwenden oder eventuell auch mit einem Antibiotikum die Entzündung bekämpfen.Der Einsatz von Antibiotika zur nachhaltigen Bekämpfung einer Parodontitis setzt allerdings die Identifizierung der vorhandenen Bakterien voraus, da die einzelnen Arten gegen verschiedene Antibiotika unterschiedlich empfindlich sind.
Tiefe Taschen
Sind die Zahnfleischtaschen bereits sehr ausgeprägt, muss der Zahnarzt weitere chirurgische Maßnahmen erwägen. Das gilt auch, wenn nach Anwendung aller konservativen Behandlungsmethoden, immer noch tiefe Zahnfleischtaschen festgestellt werden. Ziel der chirurgischen Eingriffe ist die Wurzelglättung, sowie die Beseitigung der Bakterienschlupfwinkel, also tiefer Zahnfleisch- und Knochentaschen.
Knochenrückgang
Bei schon reduziertem Knochen ist es heute möglich sowohl die die Parodontitis zu stoppen, als auch verloren gegangenen Knochen wieder aufzubauen. Die so genannten Knochenkrater werden dabei mit künstlichem Ersatzmaterial gefüllt und mit resorbierbaren Membranen abgedeckt.
Unter dem Schutz der Membran wird das Knochenersatzmaterial in den Körper integriert. Darüber hinaus stehen durch die Fortschritte der Biotechnologie heute Wachstumsfaktoren in Form von Medikamenten zur Verfügung. Bereits nach wenigen Wochen lässt sich oft schon eine Gewebeneubildung nachweisen.
Nachsorge nicht vergessen
Nach einer erfolgreich behandelten Parodontitis ist eine gezielte Nachsorge (Recall) unbedingt notwendig! Speziell ausgebildete Fachkräfte, in der Fachsprache Prophylaxeassistentinnen oder Dentalhygienikerinnen genannt, bringen den Patienten Schritt für Schritt nahe, wie sie ihren Mundraum in Zukunft dauerhaft gesund halten können. Außerdem werden regelmäßige Zahnarztbesuche und professionelle Zahnreinigungen empfohlen. Erfolgreich behandelte Patienten, die die Nachsorge vernachlässigen, können schnell wieder unter Parodontitis leiden.
Tückische Parodontitiskeime gefährden Ihren gesamten Organismus
Die so genannten Parodontitis-Markerkeime sind nicht nur für Ihre Mundhöhle ein Risiko, sondern gefährden sogar den gesamten Organismus. Das Zahnbett fungiert dabei als Schleuse in die Blutbahn und von dort in allen anderen lebenswichtigen Organen, wie z.B. Gehirn und Herz. Durch die von diesen Bakterien freigestzten Giftstoffe, entsteht ein deutlich höheres Risiko für Herz-Kreislauferkrankrungen wie z.B. Herzinfakt oder Schlaganfall. Bei schwangeren Frauen mit Parodontitis hat man ein signifikant höheres Risiko für eine Frühgeburt festgestellt.News
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